Evaluierung psychischer Belastungen

Arbeitgeber sind zur Ermittlung und Beurteilung von Gefahren der Arbeitnehmenden verpflichtet (§4 ASchG). Darunter fallen physische und psychische Belastungen (§2Abs.7ASchG). Hier erhalten Sie einen Überblick, welche Möglichkeiten Sie haben:

Mit Sommer 2016 startete der AMD Salzburg die Umsetzung der Einfach-Evaluieren-Beratung, finanziert durch die Sozialpartner Arbeiterkammer Salzburg und Wirtschaftskammer Salzburg. Die Mittel des Förderprojekts sind inzwischen ausgeschöpft, wir können Ihnen aber auf Basis dieses Erfahrungswissens ein praxisnahes und qualitätsvolles Vorgehen für die Evaluierung psychischer Belastungen in Ihrem Betrieb günstig anbieten.

Es gibt folgende Angebote für die Evaluierung psychischer Belastungen:

Beobachtungsinterview (SGA)
Gruppenanalyse (ABS)
Fragebogscreening (KFZA)

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Zielsetzung
  • Ermittlung und Beurteilung von psychischen Belastungen (Analyse zielt auf Merkmale der Arbeit unabhängig vom Individuum) hinsichtlich Gefährdung für die Mitarbeitenden.
  • Festlegung von Maßnahmen zur Vermeidung der ermittelten Gefahren.
  • Verschriftliche Ergebnisse werden Teil der Sicherheits- und Gesundheitsschutzdokumente.
  • Für einen eventuell geplanten Organisationsveränderungsprozess liefert die Evaluierung die IST-Analyse.
Vorgehensweise:
  1. Bildung einer Steuerungsgruppe (Teilnehmende sind Geschäftsführung, Betriebsrat, Sicherheitsvertrauensperson, Schlüsselpersonen)
  2. Durchführung eines Planungsworkshops bei dem die Evaluierung psychischer Belastungen als Projekt aufgesetzt wird und der gesamten Projektsteuerung dient. Beispielsweise mit dem Erstellen und Koordinieren des Gesamtprojekts, dem Aufstellen von Organisation-, Termin- und Zeitplänen.
  3. Das Instrument für die Erhebung psychischer Belastungen in Arbeitsbereichen / im Betrieb wird ausgewählt. Vier mögliche Instrumente (siehe Rückseite) stehen zur Auswahl, es kann auch eine Kombination aus mehreren Instrumenten erfolgen.
  4. Anwendung des/der gewählten Instrumentes im Betrieb
  5. Die / der ArbeitspsychologIn begeht den Betrieb zur verbesserten Kenntnis
  6. Unterstützung in der Maßnahmenentwicklung für die Arbeitsbereiche mit ermittelten Gefährdungen
  7. Den Verantwortlichen präsentiert die/der ArbeitspsychologIn die Maßnahmenergebnisse und begleitet Sie bei der Entscheidungsfindung, welche Maßnahmen umgesetzt werden. Festschreibung von Zuständigkeiten, Terminisierung von Maßnahmenumsetzung und Wirkungskontrolle erfolgen.
  8. Dokumentation der Ergebnisse in den Sicherheitsund Gesundheitsschutz-Dokumenten
  9. Zum späteren Zeitpunkt: Wirkungskontrolle, durch den Betrieb

ExpertIn: ArbeitspsychologInnen des AMD Salzburg; die Präventivkräfte im Betrieb werden einbezogen