Gesundheitsüberwachung - krebserzeugende Arbeitsstoffe

31.000 Menschen werden jährlich arbeitsunfähig. Nachgewiesen ist, dass die Hälfte aller Erkrankungen in direktem Zusammenhang mit der Arbeit stehen.

 

 

Zielsetzung

Gesetzliche Grundlagen: ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG, § 51, §81/5) bzw. Bundes-Bedienstetenschutzgesetz (B-BSG § 51), Verordnung über die Gesundheitsüberwachung am Arbeitsplatz (VGÜ 2014, §5). Wenn nach arbeitsmedizinischen Erkenntnissen oder nach dem Stand der Technik besondere ärztliche Untersuchungen geboten erscheinen, müssen Arbeitgebende dafür sorgen, dass Arbeitnehmende, die laut Evaluierung eine solche Tätigkeit ausüben, sich auf eigenen Wunsch vor Aufnahme dieser Tätigkeit sowie bei Fortdauer der Tätigkeit in regelmäßigen Zeitabständen einer solchen besonderen Untersuchung unterziehen können.

Durch die VGÜ 2014 sind hier u.a. Tätigkeiten, bei der eine Einwirkung mit eindeutig krebserzeugenden Arbeitsstoffen (siehe Grenzwerteverordnung 2011 – GKV 2011, Anhang III und V) besteht, festgelegt, sofern für diese Arbeitsstoffe keine (verpflichtende) Untersuchung nach § 49 ASchG vorgesehen ist. Beispiele hierfür sind: 2-Naphtylamin, Vinylchlorid, Acrylamid, Holzstäube,...

Ziele

Mit Hilfe der freiwilligen Untersuchungen wird für Sicherheit und Gesundheitsschutz von Arbeitnehmenden gesorgt, Berufskrankheiten vorgebeugt bzw. diese frühzeitig erkannt.

Zielgruppe

Alle Mitarbeitenden, die mit eindeutig krebserzeugenden Arbeitsstoffen hantieren.

Inhalte
  • Erhebung: Allgemeine Anamnese, Arbeitsanamnese, Beschwerden
  • Allgemeine ärztliche Untersuchung, Bestimmung von Blutwerten (über externes Labor)
  • Zusammenfassende Beurteilung der Untersuchungsergebnisse einschl. Befundbericht
  • Befundbesprechung mit dem/der ArbeitnehmerIn inkl. Beratung hinsichtlich Belastungen, Arbeitsgestaltung und Schutzmaßnahmen durch den/die ArbeitsmedizinerIn
  • Untersuchungsabstand: alle 5 Jahre
Organisatorisches
Anzahl der Teilnehmenden

Einzeluntersuchung

Die untersuchten Arbeitnehmenden werden in unserer Datenbank erfasst und entsprechend der gesetzlichen Vorgaben automatisch über die Betriebsleitung zu den Folgeuntersuchungen eingeladen, somit entfällt für Sie jeglicher administrativer Aufwand.

Dauer

20 Minuten

Ort

Untersuchungszentrum des AMD Salzburg, Elisabethstr. 2/2. Stock oder in Ihrem Betrieb

Fachkraft

ArbeitsmedizinerIn

Schlagworte